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+++COVID-19+++


kundeniformation covid 19


Die wichtigsten Informationen von unserer Seite in Zeiten von Corona:

 

Momentan wird unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt und wir müssen uns alle neu sortieren. Wir bei CARL MERTENS haben uns entschieden, dieser außergewöhnlichen Situation mit Verantwortungsbewusstsein und aller gebotenen Aufmerksamkeit, aber auch mit Kreativität und noch mehr Optimismus zu begegnen.

 

Unser Appell also: Bleiben Sie zuhause! Und wenn man schon mal da ist, kann man ja auch den Frühjahrsputz vorziehen und ausmisten. Die Besteckschublade neu sortieren. Oder sich einmal im Messerschärfen auf dem Stein probieren. Oder einen festlichen Tisch zu Ostern vorbereiten. Oder. Oder.

 

Damit uns das alles leichter fällt, haben wir einige schöne Angebote für Sie zusammengestellt :) 

Viel Freude beim stöbern, aufräumen und Geschenke auspacken.

 

Bleiben Sie gesund und lassen Sie sich nicht unterkriegen! 

 

Ihr CARL MERTENS TEAM 

 


CARL MERTENS KUNDENSERVICE

 

Wie gewohnt kümmert sich unser Kundenservice gerne um Ihre Bestellungen, Fragen und Anliegen.

Sollte es aktuell zu längeren Wartezeiten kommen, bitten wir um Verständnis. Sie erreichen uns wie gewohnt telefonisch, via Mail oder über die sozialen Medien.

 

CARL MERTENS ONLINESHOP

 

Unser Manufakturshop ist selbstverständlich wie gewohnt für sie erreichbar.

Beim Verpacken unserer Produkte und Pakete werden verstärkte Hygienemaßnahmen bereits umgesetzt.

 

Unsere Versandpartner DHL und UPS legen großen Wert auf die Einhaltung der empfohlenen Gesundheits- und Hygienestandards.

Um den persönlichen Kontakt weitestgehend zu vermeiden, sind die Zustelldienste dazu angehalten, die Zustellung selber zu quittieren.

Mehr Infos erhalten Sie direkt von unseren Versandpartnern:

 

DHL

https://www.dhl.de/de/privatkunden.html

 

UPS

https://www.ups.com/de/de/service-alerts.page?id=alert1

 

 

CARL MERTENS WERKSVERKAUF WIEDER GEÖFFNET 

 

Hurra. Hurra. Unser Werksverkauf ist wieder da! Ab sofort können Sie uns zu den gewohnten Öffnungszeiten und unter Einhaltung der aktuellen Schutzmaßnahmen im Werksverkauf besuchen. Alle Informationen zu unserem Werksverkauf finden Sie hier.

 

 


CURT MERTENS IM MONTAGSINTERVIEW MIT DEM SOLINGER TAGEBLATT ZUR AKTUELLEN LAGE


 

IHK-Vize und Messer-Hersteller Curt Mertens stellt sich auf eine lange Corona-Krise ein.

Von Stefan Prinz


Herr Mertens, wie macht sich die Corona-Krise bei Ihnen im Unternehmen bemerkbar?

Mertens: Sie macht sich jeden Tag bemerkbar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen erreichen nunmehr die gesamte Gesellschaft und nicht nur bestimmte Bereiche, auch Carl Mertens auf der Krahenhöhe. Ich würde auch nicht mehr von Krise, sondern von einer Katastrophe sprechen. Kürzlich schrieb mich das Kaufhaus KaDeWe in Berlin an. Das ist einer unserer besten deutschen Kunden. Bei einer Corona-bedingten Schließung nehmen sie auch keine Ware mehr ab. Das gilt nicht nur für Carl Mertens, sondern auch für andere Unternehmen der Klingenstadt. Und das Wohl der mittelständischen Schneidwarenindustrie hängt im hohen Maß von der Überlebensquote der stationären Fachhändler ab. Ferner verlangen die katastrophalen Auswirkungen außerordentliche Maßnahmen zur Heilung beziehungsweise Sanierung und Wiederherstellung des normalen Zustands.

Wie lange rechnen Sie als Unternehmer mit dem Fortbestand dieser Corona-Krise?

Mertens: Das lässt sich natürlich nicht zuverlässig sagen. Denn die Lage ändert sich ja von Tag zu Tag. Wir machen hausintern aber Notfallpläne für zwei bis drei Monate. Ich halte das für einen realistischen Zeitraum.

Sie sprechen davon, dass die Krise zwei bis drei Monate dauern könnte. Wie viele Unternehmen in der Region werden das nicht überstehen?

 

Mertens: Das ist eine sehr gute Frage. Eine prozentuale Angabe möchte ich nicht wagen. Ich bin mir aber sicher, dass es die Mehrheit der Unternehmen ist, die diese Krise nur ganz, ganz schwer überstehen wird.

Was raten Sie diesen Unternehmen?

Mertens: Ich kann jedem Unternehmer – auch im Interesse der Sicherung von Arbeitsplätzen – nur raten, die staatliche Unterstützung in Form von Sonderprogrammen anzunehmen. Da ist falsche Bescheidenheit fehl am Platz. Mein Rat an die Unternehmer lautet: Sprechen Sie mit ihren Kunden, Zulieferern und Banken und finden Sie gemeinsam eine Lösung. In dieser Situation muss man zusammenrücken. Ein Allheilmittel gibt es nicht.

Dann dürften die kommenden Wochen und Monate existenzbedrohend für viele Betriebe werden?

Mertens: Ja, ich denke, das muss man genau so sagen. Denn das liegt auch daran, dass wir kleinen und mittelständischen Industrie-Unternehmen kein großes Auftragspolster haben. Unser Auftragspolster reicht vielleicht für bis zu sechs Wochen. Das bedeutet, dass viele Unternehmen einen Auftragsstopp, wie wir ihn derzeit sehr wahrscheinlich über mehrere Monate erleiden, kaum wegstecken können.

Haben wir die Talsohle erreicht oder weitet sich die Krise aus?

Mertens: Es gibt noch die Möglichkeit einer Ausgangssperre. Auch das haben wir im Auge. Ich halte es für möglich, dass es noch kritischer wird. Dieser Fall tritt für uns als Messerhersteller in Solingen auch dann ein, wenn unsere Zulieferer wie die Gesenkschmiede, eine Härterei oder ein anderer Lohnbetrieb die Arbeit vorübergehend einstellen. Wenn es dort wegen eines Corona-Falls zu Schließungen kommt, dann müssten wir zu Kurzarbeit übergehen – oder wir können im schlimmsten Fall gar nichts mehr fertigen.

Organisieren Sie die Abläufe im Betrieb jetzt um?

Mertens: Wir sind ein kleines Unternehmen mit 25 Mitarbeitern und können je nach Bedarf auch sehr flexibel reagieren. Ich habe aber auch schon mit größeren Unternehmern aus der Zuliefer-Industrie gesprochen. Dort haben einige Firmen bereits auf einen Zwei- oder sogar auf einen Drei-Schicht-Betrieb umgestellt, um möglichst wenige Mitarbeiter gleichzeitig in der Firma zu haben. Auch so kann das Ansteckungsrisiko gesenkt werden.

Wann wird es in der Industrie wieder normal laufen?

Mertens: Meine ganz persönliche Meinung ist, dass das mindestens bis Ende des Jahres dauern wird. Es wird nicht von heute auf morgen zu einer normalen Auslastung kommen. Ich sehe eher einen langsamen Verlauf über das komplette zweite Halbjahr, bis wir wieder in einen sicheren Rhythmus finden. Um die Schäden der Corona-Krise wieder gut zu machen, wird es noch länger dauern.

Sie haben enge Geschäftsbeziehungen nach Asien. Welche Signale bekommen Sie von dort nach Solingen gesendet?

Mertens: Ja, das stimmt. Mein Eindruck ist, dass dort die Talsohle der Krise mittlerweile durchschritten ist. Ich bekomme von dort schon wieder Anfragen für gemeinsame neue Projekte. In Asien schaut man jetzt langsam wieder nach vorn.

 

UNTERNEHMEN

PERSON Der Solinger Unternehmer Curt Mertens von der Krahenhöhe ist Vize-Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid. Curt Mertens ist Deutschlands einziger durch die IHK bestellter und vereidigter Besteckwarensachverständiger.

BESTECKFIRMA Die Firma Carl Mertens wurde 1919 als kleiner Zulieferbetrieb, in dem Taschenmesserklingen geschliffen und Hefte für Tafel- und Küchenmesser gefertigt wurden, gegründet. Heute stellt die Firma Koch- und Küchenmesser sowie Design-Bestecke her.

 

Erschienen im Solinger Tageblatt am 23.03.2020 --> Zum Artikel auf der Seite des Solinger Tageblatts